Dienstag, 19. September 2017

11.08. Wie im Märchen

11.08.2016

Heute weckt uns ausnahmsweise mal der Wecker, denn es geht zum Ausflug nach Sintra.
Auf Parkplatz Nr. 8 merken wir, dass auch andere heute diese Idee hatten. Wir gehören zu den Wenigen, die den Marsch zum Schloss auf dem Hügel zu Fuß zurücklegen. Der Rest lässt sich shutteln oder quält sich mit dem eigenen Auto durch das Chaos.
Durch Villen und Gärten führen uns kleine, verwunschene Wege nach oben zum Schloss und seinen Parkanlagen.




Plötzlich stehen wir vor dem Haus vor Anas Bruder (unsere Freunde, die uns in Porto besucht haben und hier ganz in der Nähe wohnen). Sarah kann es kaum glauben, Theo macht ein Beweisfoto und weiter geht es.
Am Parkeingang bzw. an der Kasse merken wir: wir haben gar nicht genug Geld dabei! Sarah findet in ihrer Hosentasche noch 1 € und so können wir uns immerhin Parque + Terracio leisten – reicht ja eigentlich auch! Sarah hat sich mittlerweile den Spitznamen „Sarah Schwäble“ verdient - von wegen es kostet keinen Eintritt (das ist nur im Winter der Fall, als Theo das letzte Mal hier war)!
Also auf ins Getümmel und gleich zur Hauptattraktion, das Märchenschloss. Dann haben wir das schonmal erledigt. Auf dem Wall des bunten Märchenschlosses hat man eine herrliche Rundumsicht auf das Umland und die Küste.





„Zu dem Kreuz dahinten gehen wir auch noch!“ … „Ok“ … „Ich kann nimmer!“
Schließlich erklimmen wir doch noch mit letzter Kraft das Gipfelkreuz auf der nächsten Hügelkuppe und von hier aus gibt es wiederum einen tollen Blick auf das Schloss.



Mit 3 Keksen und vier Gummibärchen pro Person lassen wir uns bergab durch die wunderschön angelegte Parkanlage mit Wäldchen, kleinen Teichen, grooooßen Steinen und möglichst fernab der anderen Touris treiben.









Das Wasser geht zur Neige, die Hitze ist erbarmungslos und wir haben kein Geld“ Auf dem Zahnfleisch hecheln wir zurück zu Schorschi durch die verwinkelte Altstadt, in der es beeindruckende Häuser und Villen zu bestaunen gibt.
Weiter geht es im heutigen Touri-Programm! Den anderen Touris hinterher tingeln wir zur Klippe „Cabo da Roca“, dem westlichsten Punkt Europas.



 Jetzt haben wir ja wieder Geld und können uns vor Ort goldene Cola und goldenes Wasser kaufen. Hier ein Foto, da noch vor dem Meilenstein posiert, Meer gesehen, Felsen gesehen. Schön.




Und weiter. Die Abkühlung ruft, also ab zum Praia da Guincho. Auch hier ist einiges los und wir müssen zum ersten Mal fürs Parken zahlen. Aber das ist uns jetzt egal. Raus aus dem Auto, raus aus den Klamotten und rein ins kühle Nass. Beim Ausruhen können wir die Künste von über 30 Kitern bestaunen.
Wir rufen Jay und Ana an. Sie sind zufällig in Sintra gegenüber vom Decathlon einkaufen. Das kann doch kein Zufall sein, da müssen wir doch heute auch noch hin! Also los! Im Decathlon schnell ein neues Brett für Sarah (= “Tinti“) und ein Zelt (für Marokko – man weiß ja nie!) gekauft und dann ab zum Lidlo – unser Treffpunkt. Ana ruft für uns beim Campingplatz an, dass wir heute nicht mehr bezahlen kommen und organisiert auch gleich noch unser Abendessen bei brasilianischen Freunden, die praktischerweise ein leckeres Restaurant haben. Die beiden sind super nett und freuen sich so sehr, dass wir ihre Gäste sind. Fern vom touristischen Trubel schlemmen wir in einem kleinen Dörfchen brasilianische Köstlichkeiten. Jay und Ana müssen in der Nacht noch weiter zu einem Festival. Ana macht uns auch noch einen Schlafplatz auf dem Campingplatz in Porto Covo (unser nächstes Ziel) klar, der zufällig einem Freund gehört.
Schließlich machen wir uns auf den dunklen und abenteuerlichen Heimweg. Immer wieder faszinierend, wo das Navi einen so hinleiten möchte.
Hundemüde und glücklich fallen wir ins Bett – was wir heute wieder alles erleben durften.

Dienstag, 12. September 2017

10.08. Achtung Seeigel


10.08.2016


Ein Spaziergang zum Wellen-Check, auf dem Rückweg frische Zitronensemmeln mitgenommen, Frühstück und dann endlich ausruhen von diesen Strapazen.
Auf unserem schönen Platz lässt es sich sehr gut aushalten und es ist nicht so voll und windig wie am Strand.
Am Nachmittag schnappen wir die Cavalos und radeln und wandern die Felsenküste Richtung Norden ab.


Bei der beliebtesten Welle ist der Strand sowie der Parkplatz gut gefüllt mit motivierten Surferdudes und ihren verschiedensten Vehikeln. Wer hier ins Wasser will, braucht Wasserschuhe!
Über Treppen und Leitern im Felsen erreichen wir ein paar einsame Buchten.


Fürs Baden ist es allerdings zu windig und so strampeln wir wieder nach Hause – der Grillo ruft schon!

Mittwoch, 30. August 2017

09.08. Uma bola silenciosa

09.08.2016

Heute lassen wir es ruhig angehen und gehen erst Mittags an den Strand.


Nach surfen und Seele baumeln lassen, klappern wir noch die Gegend mit Dörfchen, Stränden und Klippen im Süden ab. So einsam und verlassen wie hier, war es bisher nirgends. Da halten wir es auch noch einmal ein paar Minuten Handtuch an Handtuch an einem anderen Strand aus.




Bevor Theo Teil einer Sandburg wird, fahren wir zum Einkaufen und zaubern am Abend Pommes vom Grill.
Die Grillen grillen mit, die Nachbarn schwärmen von den besten Pommes der Welt.


Montag, 28. August 2017

08.08.Portugiesische Odyssee

08.08.2016

Genug der Idylle, heute müssen wir mal wieder weiter ziehen – nur wohin?! Claudia versucht uns mit ihrer Camping-Karte zu helfen, aber die nächste Etappe sieht eher nach Notlösungs-Übernachtung aus. Richtung Süden! So viel steht zumindest mal fest ...


Der erste Campingplatz nach ca. 100 Kilometern entpuppt sich als "Bierzelt"-Hochburg und ist zudem noch restlos besetzt. Wir treffen noch öfter auf solche Plätze, die einfach nicht auf Tagesgäste ausgelegt sind und von weitem wie Treibhäuser aussehen. Böse Zungen fühlen sich auch an Flüchtlingsunterkünfte erinnert.
Bei Santa Cruz genehmigen wir uns eine kurze Abkühlung am überfüllten Strand. Der Camping lockt mit Bierzelten, hier halten wir erst gar nicht an. Wohl oder übel müssen wir einige Orte „überfahren“, die wir eigentlich auf der Liste hatten.
Der nächste Ort ist dann schon Ericeira und wider Erwarten ist der Platz bezahlbar, es ist etwas frei und Dank Wolfi, Renate und Julian aus Graz „Schauts, da vorne wird grad was frei!“ haben wir auch noch einen herrlichen Stellplatz unter Pinienbäumen mit Blick aufs Meer.


Von hier aus kann man sogar direkt die Surfer-Dudes beobachten und praktischerweise im Sitzen Wellen checken.
Im ersten europäischen Surfreservat geht es zu Fuß an den Strand und ab in die Fluten – zu ca. 50 anderen Dudes. Aber hey, irgendwas ist ja immer!


Nach dem Essen laden uns unsere Grazer Nachbarn auf ein „Glasl“ ein. Dafür helfen wir ihnen mit ein paar Reisetipps und Koordinaten aus, da die 3 unterwegs Richtung Norden sind. Ma bitte, da kommen wir doch grad her!


Mittwoch, 2. August 2017

07.08. Heiß, heiß, Baby!

07.08.2016

Schon als wir aufstehen ist es wahnsinnig heiß! Viel zu heiß um sich ins Auto zu setzen. Schnell die Claudia informiert - zum Glück ist es kein Problem, dass wir noch eine Nacht verlängern.
Trotz Fliegen, 100 bellender Hunde von der Auffangstation nebenan, hustenden Nachbarn („kommen Sandy, rauchen wir noch eine“) und Ameisen. Die können UNS ja eh nichts mehr!
Erst einmal den Schatten am Platz jagen und ein bisschen Orga erledigen, bevor es wohlverdient ein paar Runden im Pool gibt (das einzige Mal im ganzen Urlaub) und dann an den Strand geht.
Der secret Spot ist am Sonntag gar nicht mehr so secret, außer man geht ein paar Schritte am Ufer entlang. Zum Glück sind die Spanier und Portugiesen relativ lauffaul und legen sich am liebsten direkt dorthin, wo der Holzsteg auf den Strand trifft.
Bisher ist heute der heißeste Tag und wir schaffen mit 6 Mini-Magnum am Supermarkt-Parkplatz für kurze Zeit Abkühlung.
Wellen sind keine in Sicht.

Donnerstag, 27. Juli 2017

06.08. Gediegenes Nichtstun

06.08.2016

Die Sonne lacht, die Fliegen haben sich verfünfacht, 3 Waschmaschinen hängen an der Leine (bei dem Schnäppchen-Preis waschen wir alles was wir haben!) und sind bei der Hitze sicher in 1 Stunde trocken.
In der Zeit können wir in Ruhe an den Strand, ein bisschen mit den Brettern planschen und ausgiebig Siesta halten. Mit dieser leichten Meeresbrise hält man die Hitze doch ganz gut aus!

Am Abend schmeißen wir den Holzofen-Grill von Claudia und Waldemar an und grillen, unter den neidischen Blicken der wenigen anderen Gäste, die weltbesten Burger. Darauf Prost - uns geht es gut!

(Aufgrund eines späteren Vorfalls können wir Euch hier leider keine Bilder zeigen. Da hilft nur selbst hinfahren und überzeugen: Travessa do Gomes 185, 2425-452 Coimbrao!)


Freitag, 21. Juli 2017

05.08. Big Reinfall

05.08.2016


Die Sonne lacht, die Fliegen fliegen, ab an den Strand!
3.600 km und die Bremsen quietschen nicht mehr! Hallelujah!
Doch was ist das?! Nach ein paar Minuten und Kurven tauchen wir in dickste Nebelsuppe ein. Auch am super Geheimstrand von gestern (an der Einfahrt wurde extra das Schild entfernt, aber uns entgeht eben nichts) ist alles dicht. Wir beschließen trotzdem zu bleiben. Und siehe da, nachdem wir gemütlich unseren Krempel im Bus zusammen gesucht und an den Strand geschleppt haben, herrscht strahlender Sonnenschein. Geht doch!
Am Nachmittag erkunden wir weiter die Gegend und suchen die verschiedenen Strände nach Wellen ab. Leider keine in Sicht.
Nagut, die 8 km nach Nazaré (Big Waves!!!) können wir jetzt auch noch zurücklegen!


Leider stellt sich das Ganze als Big Reinfall heraus. Eine Tourihölle erwartet uns, am Straßenrand sitzen alle 5 Meter Menschen auf Plastikstühlen, die Schilder in die Luft halten und uns Zimmer anbieten. Wir haben unser Zimmer doch dabei! Auch in der Stadt werden wir ständig angesprochen „Room?!“. Unser Auto parken wir lieber etwas abseits und gehen den Rest zu Fuß. „Ne, ne, wir brauchen kein Geld. Wir schauen ja nur kurz die Megawellen an.“.


Je näher wir an den berühmten Leuchtturm samt Aussichtsklippe kommen, desto windiger wird es.


Von der Klippe hat man eine stürmische Sicht auf das ruhige Meer, das wie ein See vor uns liegt.



Ist wohl alles immer Fotomontage!. Der Eintritt zum Leuchtturm kostet 1 €. Na toll.
Bevor wir noch weggeweht werden, machen wir uns lieber auf Richtung Luxi und Fischsuppe.