Freitag, 20. April 2018

26.08. Das Thermometer klettert nach oben

26.08.2016

5 vor 12 kommen wir vom Platz.
Da es nicht durch den Naturpark geht, haben wie heute einige Kilometer auf der Autobahn vor uns. Wegen der vorhergesagten 40°C verschieben wir den Sevilla-Trip lieber auf die Rückfahrt im Oktober.


Auch bei Cadiz gibt es nur einen Einkaufs-Stop. Es ist einfach zu heiß.
Der Camping hier ist zwar ganz nett, aber nicht am Strand und es ist noch recht früh.
Also geht es noch ein bisschen weiter südlich zu 'Conil de la Frontera'. Der Campingplatz ist herrlich mit verschiedenen Bäumen, auch nur spärlich besetzt mit einem Bereich für ruhiges Camping. Beim Check in schlucken wir kurz bei einem Preis von 30,-€ pro Nacht aber der Platz ist in deutscher Hand und scheint es Wert zu sein. Was sich leider nicht ganz bewahrheitet.
Wir installieren uns und ab geht es an den Strand. Der ist winzig und mit tückischen Felsen durchsetzt.
Länger als eine Nacht muss man hier nicht bleiben.


Freitag, 6. April 2018

25.08. Wüsten-Caravane

25.08.2016

Frühstück, Spülen, Checkout.
Weiter geht es durch den Naturpark. Nach ein paar Kilometern finden wir einen Parkplatz mit Eingang in den Natutpark und Zugang zum Meer. Wir wollen auch langsam ins & ans Wasser, da die Sonne immer höher steigt und es schnell wärmer wird.
Auf der Übersichtskarte sehen wir 2 Wege, einen Rundweg mit Zugang zum Meer und einen direkten Weg. Nach 5 Kilometern, min. 5.000 Schritten durch Sand, Düne, Bäume und kurz vor der Dehydrierung wird uns klar, dass das der Rundweg sein muss.


Zum Glück finden wir den gefühlt 1.000km langen, verlassenen Sandstrand.


Mit letzter Kraft suchen und finden wir einen Weg die Sandklippe hinunter, um uns gleich ins kühle Nass zu stürzen. Kein Mensch weit und breit. Da hat sich die Nahtoderfahrung (Sarah) doch gelohnt. Einsam und allein bleiben wir den ganzen Tag am Strand. Wenn es zu heiß wird, geht es ab ins
herrliche Wasser.


Für den Rückweg brauchen wir eine andere Route, da es an der Düne zu steil nach oben geht. Ein paar hundert Meter weiter sind Stufen in die gestreifte gelb-orangene Sandklippe „gehauen“. Von oben hängen Seile herab.




Also klettern wir hinauf und nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald sind wir wieder zurück zum Schorschi. Den Rundweg haben wir ja schon hinter uns.



Am Parkplatz angekommen, stehen dort immernoch nur 4 Autos. Das ist mal wirklich ein Secret Spot.
Es grummelt am Himmel. Was sind das nur für ungewöhnliche Gebilde am Himmel? Etwa Wolken?!


Wir machen uns auf den Weg Richtung Camping, schauen uns auf dem Weg noch das Ferienörtchen 'Matalascañas' an, welches sich als Touristen-Hochburg entpuppt. Während wir gemütlich erkunden, bricht der Sturm los. Es donnert und Blitz, regnet wie aus Eimern.



Wir beobachten wie die Badegäste flüchten. Die Erwachsenen teils mit einem Lächeln im Gesicht, froh um die kurze Abkühlung, die Kinder eher panisch und am Weinen wegen Blitz & Donner. Da jetzt 20.000 Menschen auf einmal vom Strand in den Ort und das nicht sehr weit entfernte 'Sevilla' wollen, so wie wir auch ... haben wir erst mal einen schönen 'Feierabendstau'. Nach ein paar Kilometern finden wir unseren angepeilten Campingplatz, der schön leer ist. Die Gewitterwolken ziehen weiter und die Sonne lässt alles in einem sehr schönen warmen Licht erstrahlen. Wir richten uns ein, Theo baut noch einen Adapter auf die neue Gasflasche, um den neuen Gas-Herd und gleichzeitig die Gas-Kühltruhe nutzen zu können.
Wir haben einen neuen Herd <3

#nofilter

Freitag, 23. März 2018

24.08. uuuund wieder nach España

24.08.2016

Dank Wifi kann Theo morgens gleich ein bisschen arbeiten. Nach ausgiebiger Dusche, gemütlichem Frühstück und Checkout geht es endlich zur 'Ilha de Tavira'.
Wie bestellt, finden wir gleich einen Parkplatz, laufen zur Fähre, steigen ein und legen ab. Auf der Insel erst einmal Touri-Traum pur. Ein paar Minuten den kilometerlagen Sandstrand entlang, finden wir ein ruhiges Plätzchen und verbringen den Nachmittag einspannt am Strand. Die Rückfahrt ist wieder perfekt getimt. Die letzten beiden Plätze und abgelegt. Wir bemerken, dass es nicht nur den typisch deutschen Touristen gibt, der seine Liege morgens um sechs mit einem Handtuch reserviert, sondern auch den typischen Portugiesen, der für seine Strandliege einen eigenen Sitzplatz braucht. Und so bleiben ein paar einsame Menschlein am Pier stehen und müssen auf die nächste Fähre warten.
Es geht wieder zurück durch das schöne Flussdelta zurück zum Hafen. Beim Aussteigen wird der Liegestuhl *zack* gewieft als Schranke genutzt und die Liebsten können als erstes das Schiff verlassen. Später entdecken wir, dass es weiter süd-östlich einen Steg gibt, über den wir auch bequem hätten laufen können. Aber so eine kleine Bootfahrt war auch ganz schön.





Jetzt noch mal zu 'Lidlo' und dann auf nach España. Nach ein paar Minuten überfahren wie auch schon die Grenze und wegen der Zeitverschiebung (+1h) suchen und finden wir lieber gleich einen Campingplatz. Zwar ist er nicht gerade traumhaft und etwas schmuddelig, aber wir stehen ziemlich alleine und das ist doch was nach der 'Hering an Hering-Nacht'.
Theo kocht lecker Spaghetti-Bolo und Sarah betrachtet traurig Ihre 15 portugiesischen Postkarten, für die es auf die schnelle keine Briefkasten mehr gab. Naja wir kommen ja wieder zurück, müssen sie halt ein paar Wochen mit uns auf Reisen gehen.

Dienstag, 6. März 2018

23.08. Bermuda-Dreieck, Labyrinth und andere Gefahren

23.08.2016
Einsamer Strand, einsamer Schlafplatz, einsame Spitze. Hätten wir nie gedacht, dass wir in der Gegend so lange bleiben. Nun geht es um den westlichsten Zipfel Europas herum Richtung Osten. In 'Sagres' ist es mal wieder Zeit für einen Touri-Programm-Punkt, die 3€ Eintritt in die 'Fortaleza de Sagres' sind für Sarah-Schwäble vertretbar. Wir machen uns auf den 3 Kilometer langen Rundweg, um die Reste des Forts & der Seefahrer-Schule auf den Klippen zu erkunden.



Weiter auf der Straße: „Ach schau mal ein, ein Lidl! Der sieht genau so aus wie der gestern! Voll verrückt, wirklich genau so!! Das ist ja abgefahren, fast schon gruslig. Auch diese Straße?! ... Moment mal ... es ist dieser Lidl! Häääää .... ??!!“ 
Da waren wir wohl unbemerkt im Kreis gefahren ...


Weiter geht es nach Lagos. Touriprogramm-Punkt Nr. 2: Höhlen und Felsen, die so typisch für die Algarve sind. Die Bootstour lassen wir erstmal aus.


Von weitem sehen wir den langen Strand - die Abkühlung ruft. Etwas weg von den Menschenmassen geht es an den 'Praia'. Auf dem Parkplatz plötzlich „Hello!Hello!“. Die Laurencos von unserem Fähr-Malheur. Was für ein schöner Zufall. Wir plaudern kurz und verabschieden uns schnell, da wir an den Strand und sie gerne zum Essen wollen.
Wenn wir es geplant hätten, hätten wir uns sicher nicht gefunden.
Am herrlichen Wasser kann man toll in den Wellen spielen. Nach ausreichend Abkühlung und Pause geht es weiter nach 'Faro'. Auf der 'Ilha de Tavira' gibt es den letzten Surfspot im 'Guide' und auch einen Campingplatz mitten im Naturpark. Das Navi leitet un dallerdings zum Camping der 'Ilha de Faro' einer beliebten Bierzelt-Hochburg direkt am Strand. Hier blieben wir auf keinen Fall.
Aber kurz ins Meer gehüpft, getrocknet und wir können auch diesen Strand abhaken. Jetzt aber wirklich zur 'Ilha de Tavira'. Da kann man sogar mit dem Boot hinfahren. Am Hafen angekommen sehen wir, dass das auf keinen Fall Autofähren sind. 20Uhr ist auch zu spät für einen weiteren Strandausflug. Also zu einem Womo-Stellplatz in der Nähe. Sofort stehen wir im Stau. Bis 21Uhr , wenn die Schranke schließt, schaffen wir das auf keinen Fall. Also im Navi einen Camping in die entgegengesetzte Richtung gesucht und gefunden. Serpentine und Kurve um Kurve, immer höher und höher, in die Dunkelheit, dem nächtlichen Sternenhimmel näher kommend, den Berg hinauf. Einsame verlassene Häuser am Straßenrand, vereinzelte alte Autos die uns entgegen kommen, bis wir endlich einen Grat überwinden und uns wieder weiter hinunter arbeiten. Auf dem Schotterweg, der sehr steil nach unten geht, fliegen im Licht der Scheinwerfer immer wieder verwirrte Vögel auf, nur um sich ein paar Meter hinter dem Scheinwerferlicht wieder in andere Kuhlen zu hocken. Schon ein bisschen gruslig. Am Ende des Weges, mittlerweile im Tal, erreichen wir den 'Terrassen Camping': ein paar halb verfallene Häuser die zum Verkauf stehen #DankeGoogle. Hier ist gerade genug Platz um zu wenden und Sarah muss auch noch mitten in der Nacht aussteigen und die Schiebetür abschließen - als ob das bei Geistern etwas bringen würde!
Hier wollen wir dann auch irgendwie nicht bleiben, einsam und ruhig ist schon gut aber das ist ein bisschen zu viel 'einsam und ruhig'. Also alles wieder zurück.
Die Steigung auf der Schotter-Piste ist für Schorschi gerade so noch zu meistern. Die Nerven liegen trotzdem kurz blank, der Unterzucker droht, wir gehen mal wieder 'auf dem Zahnfleisch'.

Wieder zurück unten im Ort, kein Platz an dem wir einfach so bleiben könnten. Wir folgen einem 'Campissimo' Schild und finden den Platz sogar. Der freundliche Wächter erklärt uns, dass der Platz im Sommer 'privado' ist. Er gibt uns eine Wegbeschreibung zum nächsten Camping. Diesen finden wir trotz der diffusen Beschreibung 'the man playing golf, then right, then left ...' sofort. Die Rezeption hat gerade zu gemacht, als wir ankommen sehen wir aber noch, wie ein Auto mit Wohnwagen im Schlund des Camping verschwindet. Wir finden noch jemanden der uns rein lässt und dürfen uns auf den letzten freien Platz stellen. Hering an Hering kampieren wir hier, aber das ist uns mittlerweile egal. Mit letzter Kraft wird gekocht, gegessen und ins Bett gefallen.

Mittwoch, 24. Januar 2018

22.08. Volle Energie auf Tarnmodus!




22.08.2016

Nach einem kurzen Frühstück und einer unruhigen Nacht geht es zum Secret Spot.




So secret ist der mal wieder ganz und gar nicht und unten gibt es sogar mehrere Parkplätze, die schon gut mit Bussen, entsprechenden Übernachtungsgästen und leider auch deren Hinterlassenschaften zugeparkt sind.
Zum Surfen ist es aber super!



Hungrig zieht es uns schließlich zum Lidlo. Mit einer Pulle kühlem Dosenradler checken wir wie die Oberassis im Lidl-Wlan noch die News aus aller Welt.
Dann geht es ab zur Siesta. Doch wo machen wir die bloß?! Beim Sonnenuntergang haben wir doch noch einen anderen Strand unten an den Felsen entdeckt.


Von oben sieht man auch deutlich kleine Trampelpfade, die nach unten führen. Also mit Sack und Pack auf den schweren, sonnigen, steinigen und strauchigen Weg gemacht. Hier haben wir den Mini-Strand wirklich komplett für uns allein. Diesen Weg besteigt sonst niemand, nur bergerprobte Gämse!
Mal sehen, wie lange uns Wind und Flut die Ruhe genießen lassen. Es gibt nur eine Lösung für letzeres: ein Wall muss her! Vorne große Steinbrocken als Wellenbrecher, dann ein tiefer Graben und schließlich eine Sandmauer. Die Flut kommt, der Wall hält!
(Achtung Suchbild!)


Doch irgendwann geht auch der abenteuerlichste Strandtag zu Ende, kochen müssen wir auch noch und ein Schlafplatz ist auch noch nicht in Sicht. Also den Berg wieder erklommen, Schorschi eingesammelt - hups, war etwa die ganze Zeit die Tür offen?? - und zwei Klippen weiter im dichten Wald den einsamsten und romantischsten Platz gefunden. Zwei Decken über dem Lack lassen Schorschi voll fett getarnt verschwinden.



Für eine Tupperschalen-Dusche unter dem einzigartigen Sternenzelt ist es warm genug – und fast gar nicht gruselig...




Montag, 15. Januar 2018

21.08. Hörst du nicht auch Flip Flops?!

Am nächsten Tag ergreifen wir die Flucht. Kurzer Stop bei Odexeice, hier hätten wir auch einfach wild stehen können. Nagut, wissen wir das auch.
Für uns geht es aber nun weiter. Beim Intermaché werden die Vorräte aufgefüllt und die Mails gecheckt. Danach geht es weiter die Küste entlang, vorbei an beliebten Spots und Aussichtspunkten. Anscheinend leider viel zu beliebt - die verschiedensten fahrbaren Wohnsitze so weit das Auge reicht  und auch leider dementsprechend viel Müll.




Da machen wir doch gerne noch das letzte Stückchen zum südwestlichsten Punkt: das Ende Europas!




Zur Abendstunde versammeln sich hier, fast wie abgesprochen, die Romantiker, um nebeneinander gepfercht wie die Hühner auf der Stange in den Sonnenuntergang zu blinzeln.


Darauf haben wir keine Lust, zwei Strände weiter die Küsten gen Norden können wir sicher alleine blinzeln.
Wir rauschen also über Stock, Stein und Schlaglöcher über die Schotter-Sand-Piste zurück.



Hier geht’s nicht weiter, also doch der andere Weg. Wieder zurück - auch eine Sackgasse. Oder besser gesagt große Steine und ein paar Meter dahinter ein richtiger Panzergraben, den wir sicher voll erwischt hätten, da wir auf die, schon sehr tief stehende, Sonne zufahren. Theo muss sich aus dem Beifahrerfenster hängen und Sarah Anweisungen geben, da die Sicht gleich null ist, voll rallyemäßig halt.
Da Schorschi, die Gams, den Graben nicht schafft muss er nun doch zurück bleiben und auf der weiten Fläche alleine grasen. Für uns geht es jetzt zu Fuß weiter Richtung untergehende Sonne.


Ein Kilometer ist es noch bis zum Felsen und nur noch Sekunden Zeit bis die Sonne endgültig verschwindet. Wir rennen Richtung Klippe querfeldein über die Prärie und sehen in aller letzter Sekunde die Sonne im Meer versinken.


Neben uns in der nächsten Bucht entdecken wir ein paar Surfer, die die letzten Wellen des Tages abreiten und wissen schon wo wir morgen Früh als erstes hinfahren.



Im Hinterland, wo Schorschi gestrandet ist, stehen wir eigentlich ganz gut, also können wir hier über Nacht bleiben. Den Pinien-Rastplatz, der wir am Nachmittag entdeckt haben, ist ja zur Not auch noch im Navi gespeichert.


Zum Glück gibt es heute Sandwiches, denn als es dunkel wird, bekommt Sarah es mit der Angst zu tun. Alleine unter dem grandiosen Sternenhimmel, rund herum alles dunkel und nur das Rascheln des nahen Schilfes, das kann schon unheimlich sein. Klingt das nicht wie Flip Flops???

Also ab ins Bett, Augen zu und Ruh ist.