Mittwoch, 15. November 2017

18.08. Du kommst hier net rein

18.08.2016

Im Tageslicht sehen wir, dass wir uns wirklich gut installiert haben. Die Platzsuche vom Vorabend hat sich also gelohnt.
Beim Frühstück genießen wir den Blick über das blaue Meer, auf eine nahe Insel und vorbeifahrende XXL-Containerschiffe. Dann geht es erst einmal wieder ins kühle Nass.


Die Wellen sind so mittelmäßig und wir ziehen von Strand zu Strand. Die Landschaft mit Klippen, Sand, Dünen und traumhaftem Wasser ist einfach toll und wir können uns gar nicht satt sehen.








Trotzdem müssen wir nochmal an unser Gasproblem ran.
Im Touristen-Highlight-Örtchen Milfontes finden wir immerhin einen Gasladen, der geöffnet hat. Hier gibt es zumindest mal einen Adapter, den wir wahrscheinlich gut brauchen können.
Aber eine Lösung ist das noch nicht. Wir fahren also wieder nach Sines, der gefühlten Gashauptstadt in Portugal. Besagter Repsolladen hat nun geöffnet und wir werden all unsere Gas-Sorgen los und verlassen den Laden mit allem was man sich nur wünschen kann: ein neuer Gasherd, Adapterstücke für die Flaschen mit allen nur erdenkbaren Druckreduzierungen, Gasschlauch und auch einer neuen Gasflasche.
Nach tanken, Luftdruck-Check und einkaufen bei diversen Einzellhändlern geht es wieder zum Surfen nach Porto-Covo.
Die gegrillten Lammkoteletts haben wir uns nachher wirklich verdient, lecker!
Vorher gibt es aber bei der Schranke am Camping ein Problem und wir dürfen zur reizenden Rezeptionistin.
Hier bekommen wir mit Händen und Füßen heraus, dass wir beim Check-In auch gleich wieder ausgecheckt wurden, diese Technik - verrückt!
Also nochmal eingecheckt. Vor lauter Hin & Her und genervt sein, vergisst die gute Dame leider den ersten Tag zu berechnen, tja wir wollen da auch nicht nachhaken, schließlich ist sie ja schon genervt.
Am Abend grillen wir nun endlich unsere Koteletts zu portugiesischer Livemusik.

Montag, 6. November 2017

17.08.Industrieidylle

17.08.2016

Nach dem Checkout geht’s ab zum Strand. In dem eisblauen klaren Wasser sind wir mit unseren Brettern quasi allein. Zum Planschen reichen die Wellen locker aus.
Weiter geht es nach Sines. Dem Schilder-Irrsinn folgend geben wir die stundenlange Suche nach einem Supermarkt ergebnislos auf.
Trotz mega Gas-Pipelines, Fabriken und Containerhafen ist Sines ein ganz netter Ort mit erstaunlich sauberen Strand und Wasser.


Na gut, dann geht es also jetzt nach  Sao Torpes und Porto Covo. Die Strände und Buchten werden gesäumt von unzähligen Bussen und Wohnmobilen.

Der Campingplatz, der uns erwartet und auf dem Ana uns eigentlich einen Platz klar gemacht hat, ist nicht sehr einladend. Also fahren wir erst einmal zum nächsten Strand. Auf dem Weg finden wir noch einen Camping mit Spezialpreis von 12 €/all inkl., das ist fair und los ist auch nicht wirklich was, ein wahrer Geheimtipp.




So hungrig wie wir sind, beschließen wir am Strand kein Picknick zu machen, sondern kehren im Restaurant ein. Nach 40 Minuten bekommen wir sogar etwas zu essen und Theo einen kostenlosen Sonnenbrand. Das war es erst einmal mit essen gehen für uns. Der Fisch war nicht einmal ausgenommen … lecker Galle. Und, wo kommen eigentlich die ganzen schlimmen, lauten ungehobelten Menschen her?!?
Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier auch keine, also müssen wir weiter meckernd wieder zurück nach Sines. Vielleicht gibt es hier ja die richtigen Gasadapter, dann wären wir endlich unsere Kühlsorgen los.
Alle Märkte - sogar der Hyper-China - negativ. Der Repsolladen, mit allem was das Gaskochundkühlerherz höher schlagen lässt, hat vor 5 Minuten geschlossen.



Also wieder nach Sao Torpes zu einem Abendsurf. Im warmen und glasklaren Wasser paddelnd, sehen wir die Sonne im Wasser verschwinden und hinter uns geht im Anschluss der Mond auf.
Ganz allein surfen wir vor der romantischen Hafen- und Industriesilhouette dahin.


Jetzt aber schnell zum Camping mit dem Sonderangebot, den Grill aufgebaut und doch noch satt und zufrieden bei offener Bustüre und Meeresrauschen eingeschlafen.

Dienstag, 24. Oktober 2017

16.08. Troianisches Pferd

16.08.2016

Nach 20 Minuten Fahrt finden wir auf einem Felsen, erhöht über Sesimbra, den Camping-Platz, zu dem wir eigentlich gestern Abend wollten. Wir schauen uns kurz die schöne Anlage an - na gut, merken wir uns für das nächste Mal!


Am Strand von Sesimbra sind schon vor 11:00 Uhr und ca. 1.000 Badegäste hatten wohl die gleich Idee.
Also bleiben wir nicht lange, sondern steuern den Hafen in Setubal an. Von hier aus geht es nach 45 Minuten Wartezeit innerhalb von 25 Minuten mit der Autofähre, durch eine malerische Bucht, zur traumhaften Halbinsel Trioa.


Weiße Strände und türkisfarbenes Wasser erwarten uns.




An diesen weißen Stränden kommen wir allerdings erst mit reichlicher Verspätung an, denn beim Verlassen der Fähre, fährt uns eine Portugiesin mit ihrem Golf in die rechte Seite.
Das alte Zusatzschloss von Schorschi, das ein bisschen vom Auto absteht, reißt ihre Schüssel wie eine Dose auf.


Das Geschrei ist groß, an unserem Auto sieht man kaum etwas. Die Dame ist sich absolut sicher, dass wir Schuld und ihr reingefahren sind. Wenn man allerdings die Schrammen genauer begutachtet, merkt man schnell, dass das gar nicht möglich ist.
Nachdem sich die Gemüter beruhigt haben, gibt die Fahrerin uns einige nette Tipps für Troia "und wenn Sie dort sind, dann denken Sie an die Dame, in die Sie reingefahren sind". Alles klar ...
Es stellt sich heraus, dass sie und ihr Mann, der mittlerweile auch eingetroffen ist, München gut kennen, da er mal irgendetwas für BMW gearbeitet hat. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Und bei dem was die Portugiesen hier so als "fahren" bezeichnen, ist es eh ein Wunder, dass so etwas nicht schon früher passiert ist.
Nach dem Mittagessen und ausgiebiger Siesta kommt sogar auch mal die gerufene Polizei dazu und nimmt den Sachverhalt auf. Für 2 Kilometer haben sie sagenhafte 2 Stunden benötigt.
Schnell kleben wir noch den Seitenspiegel der Dame an, der übrigens auch vorher schon wesentlich bessere Zeiten gesehen hat. Und so gehen wir doch noch im Guten auseinander und wünschen uns beide schöne Ferien und, dass man sich das nächste Mal hoffentlich unter besseren Umständen trifft.
Nun endlich geht es an den Praia! Mittlerweile ist es halb 4 Uhr und wir werden das Gefühl nicht los, den Tag ein bisschen verloren zu haben. Aber wir machen das Beste daraus, genießen den Traumstrand und hoffen, dass die Versicherungen checken, dass unsere Version der Geschichte stimmt.



Später geht es weiter durch Dörfchen und Pinienwälder. Bis zu Ana's Freundin in Porto Covo schaffen wir es heute aber nicht mehr, die Akkus sind leer.

Nördlich von Sines, bei einem Camping an einem See neben dem Meer, lässt uns der Nachtwächter noch schnell hinein. Wir schlagen unser Lager auf, wieder frei nach dem Motto „Für eine Nacht wird es schon gehen!“.





Montag, 16. Oktober 2017

15.08. Lissabon

15.08.2016

Nach dem Checkout geht es zu einem strategisch sinnvollen Parkplatz direkt bei der Polizei. Dank Feiertag ist der auch noch gratuito. Und dann lassen wir uns hinab und hinauf und hinab und hinauf, durch die Gässchen und über die Stufen durch Lissabon treiben.







Unterwegs treffen wir auf einen Amerikaner, der uns nach dem Weg zur Botschaft fragt. Er wurde ausgeraubt und hat absolut nichts mehr bei sich. Wir geben ihm unser "Überfall"-Kleingeld aus den Hosentaschen, damit er sich Wasser und ein Busticket kaufen kann. (Viele Wochen später bekommt Theo nach einem Überfall 20 € von 2 Belgiern geschenkt. So hilft man sich halt.)






Zur Stärkung gibt es einen kleinen Insalada mista für 8€. Mehr Bargeld hätten wir nach den Postkarten-Eskapaden auch nicht mehr gehabt, denn Sarah hat mal wieder zu wenig Bares eingesteckt. Man gönnt sich ja sonst nichts. Erschöpft und beeindruckt kommen wir am Abend wieder am Auto an. Was für eine tolle Stadt! Mindestens 20mal hätten wir übrigens Drogen und Sonnenbrillen am Strassenrand kaufen können.





Es ist noch früh am Abend und deswegen geht es gleich noch über den Tejo und die große rote Brücke Richtung Süden. Es gibt nicht viele Brücken über den Tejo, deswegen platzt die Straße aus allen Nähten. Zum Glück nur auf der anderen Seite. Das müssen wir uns für die Rückfahrt merken! (Natürlich vergessen wir das auf der Rückfahrt.)


Durch Tourismus-Hochburgen und Bierzelt-Anlagen führt unser Weg zum Lagoa di Albufeira. Den Campingplatz finden wir nicht, aber der See mündet direkt in das herrlich warme türkise Wasser. Was für eine schöne Erfrischung nach der Stadtbesichtigung!



Ein paar Kilometer weiter finden wir einen anderen Camping, der nur aus Mobilhomes besteht. Es ist 20 Uhr und für eine Nacht wir die angebotene Wiese schon gehen, also bleiben wir und installieren uns.


Die Wiese ist allerdings das Hundeklo und die Waschhäuser entpuppen sich als unzumutbar – und wir haben mittlerweile schon so einiges gesehen! Der erste Gang am nächsten Morgen führt uns ohne über Los zu gehen direkt zum Checkout.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

14.08. Freiiiheiiittttt

14.08.2016


Heute ist es so weit: Zeit, Luxi ersteinmal zu verabschieden. Also die Zelte abgebrochen und auf nach Sintra zu Davids Feld. Zwischen 10 und 11 sind wir dort verabredet.


Ein freundlicher Hund erwartet uns auf dem kunterbunten „Bauernhof“, aber kein David weit und breit.
Es stellt sich schließlich nach einigem Suchen und Telefonieren heraus, dass er dachte, heute sei Samstag und da ist er tauchen gegangen. Um 18 Uhr vereinbaren wir einen neuen Termin.
Aber was machen wir jetzt sechs Stunden lang? Erstmal zum Baumarkt - es gibt immer was zu tun! Vorne rechts beim Schorschi schepperts nämlich gewaltig, ein Stück vom Auspuff ist anscheinend lose. Und Theo wollte es doch noch in München schweißen, aber der Mechaniker unseres Vertrauens meinte, „das hält schon noch“.
Auf einem kleinen schattigen Parkplatz abseits vom Decathlon und weiteren Shopping-Paradiesen wird geschraubt, gezurrt und geklebt bis das Teil hält – vorerst. Die Kampfhunde nebenan sind hinter ihrem Zaun geblieben und so können wir, weil es gar so schön war, nochmal zum Baumarkt. Hier gibt es immerhin Wlan.
Und David kommt ja eh erst um 18 Uhr zurück. Da bleibt uns noch eine Stunde Zeit, um etwas zu snacken. Allerdings ist 17 Uhr eine schlechte Uhrzeit, weil die Restaurantleute alle selber gerade "Mittag" machen. Und so bekommen wir schnell etwas „gezaubert“, was da ist: Pommes mit Zwiebeln und Rührei und dazu eine frittierte Megawurst. Naja, satt wird man und in Portugal isst man eh nicht auf.
David empfängt uns schließlich sehr nett und wir finden einen herrlichen Platz für Luxis Urli auf dem Bauernhof.


Lissabon schaffen wir heute natürlich nicht mehr, aber den städtischen Campingplatz können wir noch in Ruhe beziehen. Dieser entpuppt sich als riesig und wider Erwarten stehen wir doch ganz nett, hinten oben auf einem Hügel unter Pinien. Für eine Nacht und Stadtbesichtigung reicht es allemal. Ohne Luxi sind wir nun auch deutlich flexibler und so grausam es klingt: irgendwie sind wir froh den Ballast los zu sein.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

13.08. Adeus Ericeira!

13.08.2016


Es gibt immernoch viel zu tun! Das neue Zelt, das wir uns sicherheitshalber besorgt haben, ist klein, aber fein. Zu zweit passen aber nur Hobbits rein.
Schnell noch den Blinker von Schorschi geklebt, der eben kurz am Baum gelandet ist. Ups – wo kommt der denn plötzlich her?!
Noch immer stellt sich uns bei jedem Teil die wichtigste Frage: was brauchen wir wirklich!?
Dann geht es nochmal an den Strand. Keine Wellen in Sicht, also lassen wir die Bretter weiter ausruhen.


Gemütlich lassen wir den letzten Abend in Ericeira ausklingen. Nach sechs Nächten und einem unverhofft traumhaften Platz kommt ja fast schon Urlaubsstimmung auf!

Dienstag, 26. September 2017

12.08. Brauchst du das wirklich?!

12.08.2016


In zwei Tagen lassen wir Luxi auf der Wiese von Anas Bekannten, David, zurück - quasi Ferien auf dem Bauernhof für unseren Wohnwagen, der bereits einige Kilometer auf dem Buckel und uns immer brav begleitet und beherbergt hat. In ein paar Wochen bzw. Monaten wollen wir ihn dann für die Rückreise wieder abholen.
Also heißt es heute mal wieder ausräumen, aussortieren, umsortieren und wieder einräumen – ab jetzt wird nur noch das Allernötigste mitgenommen!


Jeder bekommt eine Kiste und was da nicht reinpasst, darf nicht mit. Ok, in Theos Kiste ist noch Platz für Sarahs dicken Flauschepulli.


Ist das anstrengend! Und heiß!
Zwischendurch bekommen wir eine Abkühlung und Schorschi endlich seine gebührende Beschriftung.


Am Abend gibt es Krevetten vom Grill.